In-Put

Liebe Interessierte und Kritiker_innen,

vom StuRa der Uni Leipzig erhalten wir heute folgende Zusammenstellung von nützlichen Informationen zum  neuen Hochschulrecht in Sachsen. Ein gut zu lesender Überblick für jede/n, die/der sich noch nicht zu allem einen Reim machen konnte…

watch me, I’m in-put:

-> Infoblatt zum neuen sächsischen Hochschul-“Freiheits“-Gesetz <-

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Neulich im Landtag sagten sie …

… zu den jetzigen Änderungen im sächsischen Hochschulrecht…

..Geert Mackenroth (cdu)

und Jürgen Gansel (npd) ..

Was soll man dazu noch sagen? -Nüscht! Spricht alles für sich…

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Goodbye StuRä!

In Baden-Württemberg wurde erst vor Kurzem die “Verfasste Studierendenschaft” wiedereingeführt. – Wo wird sie zerschlagen? – Im Osten, genauer gesagt in Sachsen (und schon geschehen in Sachsen-Anhalt).

Was ist das für eine widerliche Staatsregierung?
Widerlich, weil sie hinterhältig agiert. Vor dem letzten Wochenende wurde bekannt, dass der Ausschuss des Sächsischen Landtages mit dem längsten Namen, kürzer Wissenschaftsausschuss, am Montag heikle Veränderungen des Hochschulgesetzes, dass bald Hochschulfreiheitsgesetz heißt, beschließen will.
Das ganze Wochenende glühen Telefone, Computer und Köpfe. Konferenzen über Konferenzen bei den aktiven Studierendenschaften des Freistaates. Die für sie selbst schlimmste Gesetzesänderung:
“Studenten können ihren Austritt aus der verfassten Studentenschaft erstmals nach Ablauf eines Semesters erklären. Ein Wiedereintritt ist möglich. Der Austritt aus der Studentenschaft und der Wiedereintritt sind schriftlich mit der Rückmeldung zu erklären.” Der neue Zusatz für den 24. Paragraphen.

Hinterhältig:
Sommerloch. Studierende noch nicht wieder in der Stadt. Mobilisierungsmöglichkeiten für die studentische Opposition gleich null. Die politische Opposition wird ohnehin mit einem Haufen völlig bekloppter Aktionen der Regierung überhäuft. Jedes Büro der Opposition bräuchte 10mal mehr Mitarbeiter um ihrem Job gerecht werden zu können. Und dann wird den sächsischen Bürger_innen nicht einmal verraten, wer überhaupt solche Entscheidungen wünscht und entsprechende Gesetzesänderungen in Auftrag gibt.

Montag, 30 Grad Hitze in Sachsen. Passend zum politischen Höllenschlund Deutschlands. Die grausigste Regierung, die ein Bundesland je erlebt hat. Sie strotzt vor Inkompetenz und Zerstörungswahn. Und singt ein Loblied auf die von ihr geschaffene Freiheit für Studierende und Hochschulen. Ein gläserner Vorwand für die Aushöhlung von Demokratie.

Allgemein bekannt: Studierende wissen kaum Bescheid über Existenz und Aktivität ihrer StuRä. Sie wissen nicht, dass sie Teil einer demokratischen Mitbestimmung in der Hochschule sind.  Sie wissen nicht, wie wichtig ihr Semesterbeitrag dafür ist. Sie wissen nicht, was sie verlieren, wenn sie ab dem 2. Semester 5 oder 8 Euro im Halbjahr sparen wollen. Sie wissen auch nicht, was heute passiert ist. Sie wissen nicht einmal, wo sie solche Entwicklungen verfolgen können.
Was das bedeutet, wurde seit Sonnabend überall beschrieben. Aber schauen wir mal dort hin, wo man bereits zwei Schritte weiter ist:
In Sachsen-Anhalt sind nach gleichen Änderungen 80% der Studierenden ausgetreten. Zurecht warnen die StuRä Sachsens vor ihrem Zusammenbrechen. Und dann? Das Studentenwerk übernimmt auch nicht alles, was ein StuRa leistet…!
Hinzu kommen aber auch Änderungen wie 500Euro Gebühren für Student_innen, die mehr als 4 Semester überziehen. Bummelei ist vielseitig und nicht immer so selbstverschuldet, wie Unerfahrene gerne behaupten.
Ich kenne Personen, die während ihres Studiums nicht nur arbeiten, sondern sich auch ehrenamtlich engagieren. Dabei leben sie ihr Leben. Und das am finanziellen Existenzminimum. Alles machbar. Andere brechen ihr Studium ab, weil sie so eben nicht leben wollen bzw. weil sie leben wollen und nicht nur schuften.  Doch wenn die Gesetzesänderung in Kraft tritt, wird diesen Menschen das Genick gebrochen. Dann heißt es zahlen (finanzielles Existenzminimum) oder exmatrikulieren (nach 10 Semestern harter Arbeit ohne Abschluss)!
Es gibt auch Student_innen mit Kindern, die deshalb im Verzug sind. Doch das Gesetz lässt keine Berücksichtigung zu. CDU und FDP wollen Gebühren sehen. Nennen wir es doch beim Namen: Studiengebühren. Studiengebühren, die auf anderen Wegen in Sachsen keine Chance hatten. Aushöhlung von Demokratie.

Man kann sagen, dass diese Entwicklung abzusehen war. Und? Alle sind gehetzt, überarbeitet. Mit der Gesellschaft noch mitzuhalten, ist ein anstrengendes Tagesgeschäft. Man kann nicht an jeder Front kämpfen, während man sein eigenes Leben noch lebt. Wer nicht unter Strom steht, der ist entweder mit besonderen Fähigkeiten gesegnet oder nimmt Drogen oder ist “reich” oder desinteressiert oder hat schon aufgegeben. Neoliberalismus ist ein viel zu oft verwendetes und verhasstes Wort. Aber er ist es, dem wir unsere Kopflosigkeit auch zu verdanken haben. Er ist angekommen, in jedem Winkel der Gesellschaft, der Kultur, in jedem Lebensbereich. Ob man ihn erkennt oder nicht. Sein erklärtes Ziel: weg mit sozial! Und die Sächsische Regierung ist sein dümmster Handlanger.
Na gute Nacht!

Nichts da. Guten Tag! Schluss mit Thoreau’s “I would prefer not to”. I would verflucht nocheins prefer to … open my eyes! Seriously.

Studis, bitte macht die Augen auf. Geht nicht vorbei, verstummt nicht. Ihr seid nicht nur Individuen. Ihr seid auch Teil einer Gemeinschaft. Je mehr Ihr mitmacht, desto besser für alle, desto besser für jede_n. Das geht auch ohne große Anstrengung.
Der erste Schritt: redet. Miteinander und darüber. Verbreitet Informationen. Bildet Euch eine Meinung. Und kommentiert, was das Zeug hält. Steht hinter Euren Vertreter_innen. Hinter denen, die sich entschieden haben, für sich und alle zu arbeiten, im StuRa und drumherum. Sagt Ihnen, was Ihr denkt und wollt. Und wehe Euch, Ihr tretet aus der Studierendenschaft aus. Dann herrscht an den Hochschulen richtig Chaos und Stress. Der wird vor niemandem Halt machen, nicht einmal vor denen, die ihn angerufen haben…

Für Leipzig72 und die Studierendenschaft.
merci.

- – - – - – - – - – -
- Beispielseiten, die Euch mit Informationen versorgen – Dann lest mal los.

http://www.stura.uni-leipzig.de/news-einzel/datum/2012/09/10/sagt-nein-zur-novelle-des-saechsischen-hochschulgesetzes/

http://www.stura.htwk-leipzig.de/

http://www.stura.tu-dresden.de/

http://www.stura.tu-chemnitz.de/

http://www.kssnet.de/

http://www.student-leipzig.de/

http://blog.ad-rem.de/

http://www.l-iz.de/Bildung/Leipzig%20bildet

http://www.zeit.de/campus/index

http://www.lvz-online.de/gestaltete-specials/campus_online/r-campus_online.html

http://www.mdr.de/sachsen/index.html

http://mephisto976.uni-leipzig.de/

http://www.radioblau.de/

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Keine verfasste Studierendenschaft – Kein StuRa – Kein FSR ! -> wie jez?!

Liebe Alma Mater,

ich wende mich heute in einer schlimmen Angelegenheit an Dich.

Weißt Du, was eine verfasste Studierendenschaft ist???

Du weißt doch, dass alle eingeschriebenen Student_innen ein Teil deines Körpers sind. Sie besuchen Lehrveranstaltungen, schreiben kluge Sachen, veröffentlichen diese sogar manchmal. Sie diskutieren mit ihren Dozent_innen oder miteinander, sie kassieren Noten (mal mehr oder weniger gute), sie laufen überall rum (mal mehr oder weniger lächelnd), sie lesen Bücher in Bibliotheken oder kopieren wie verrückt daraus und sie leben auch ihr Leben (mal mehr oder weniger). Was sie nicht alles tun.

Unter ihnen gibt es auch welche, die helfen mit Dich zu organisieren. Sie gründen Gruppen, Initiativen, Räte aller Art. Sie beteiligen sich an Diskussionen und Protest, sie verwalten auch Gelder, kümmern sich um andere Studierende, die Probleme haben. Sie machen zum Beispiel darauf aufmerksam, dass Rollstuhlfahrer_innen Rampen brauchen oder Student_innen, die schon Eltern geworden sind, Unterstützung. Und dann sorgen  sie dafür, dass das auch seinen Gang geht. Sie helfen, wenn Dozent_innen mal ungerecht werden oder wenn bestimmte Regeln das ordentliche Studieren unmöglich machen. Sie machen wirklich vieles, bishin zu Diskussionen mit dem Rektorat oder gar den verantwortlichen Politiker_innen.
Zum Glück sind sie dazu in der Lage. Sie bekommen nämlich einerseits tatkräftige Unterstützung von Studierenden oder Ehemaligen, aber sie bekommen auch Geld, damit sie das alles ermöglichen können. Alle eingeschriebenen Student_innen bezahlen jedes Semester 8 Euro. Für den Einzelnen gar nicht mal so viel. Aber bei bald 30.000 Immatrikulierten ist das doch schon was. Damit können sie die Studierendenschaft unabhängig verwalten bzw. mit einem großen sozialen und manchmal sogar kulturellen Angebot versorgen. Gut, ne?!

-Verfasste Studierendenschaft-
In einem Bundesland muss sowas alles natürlich rechtlich festgelegt sein. Das ist es auch. Oder besser gesagt: das war es!

Du wirst es nicht glauben, aber die Politiker_innen der Sächsischen Regierung finden wohl, dass das Blödsinn ist. Sie finden nicht, dass die Arbeit innerhalb dieser verfassten Studierendenschaft wichtig ist. Sie glauben wirklich, dass die Student_innen das alles nicht brauchen. Deshalb ändern sie jetzt! das Gesetz.
In Zukunft kann jede_r  Student_in ab dem 2. Semester entscheiden, ob er/sie Mitglied der Studierendenschaft sein möchte oder nicht. Daran gekoppelt ist auch ein Beitrag. Was meinst Du, kann man davon ausgehen, dass die Studis weiterhin jedes Semester ihren 8 Euro-Beitrag dazusteuern? Ich kann nicht daran glauben.
Nicht, weil sie gemeine Menschen sind. Sondern wohl eher, weil die meisten von ihnen nicht wirklich wissen, wofür sie da bezahlen. Sie wissen nicht, wie wichtig ihre Teilnahme ist oder was damit gemacht wird. Kann man ihnen allen das verübeln?
Ich fürchte nein. Das Leben ist hektisch, jeden Tag ist irre viel los. Außerdem kommen die Studis oft von woanders her und brauchen einige Zeit, bis sie wirklich angekommen sind, viele neue Bekannte gefunden haben und mitkriegen, was um sie herum alles passiert. Das ist ihre Zeit hier fast schon wieder rum. Die Informationen sind da, aber die Köpfe (nicht zuletzt vom Studium) oft so voll, dass keiner mehr was sieht. Ich fürchte, dass viele Studierende, um Geld zu sparen, ihre Mitgliedschaft aussetzen werden.

Weißt Du, was dann passiert? Wenn sie weg sind und das Geld weniger wird?

Der StuRa der Uni in Dresden drückt es so aus:
– Beratungs- und Serviceangebote des StuRa
Entfallen würden alle Beratungen im Bereich Lehre und Studium, Soziales, BAföG, Studieren mit Kind, Ausländische Studierende und die gesamten Förderungsmöglichkeiten für studentische Projekte.

Der FSRe
Die Vermittlung bei Problemen zwischen den Dozenten und den Studenten sowie die unmittelbare Verbesserung der Lehre würden unterbleiben genauso wie die Studienberatungen und alle Projekte und Partys eures FSRs.

Erstsemestereinführung
Die komplette Erstsemestereinführung, welche das Heranführen der neuen Studenten an die Universität beinhaltet, mit jeder Hilfestellung, was Stundenpläne, Campusführung, etc. anbelangt, würde mangels Personal und Mitteln nicht durchgeführt werden, denn auch diese wird vor allem von den FSRen und dem StuRa getragen!

Semesterticket
Das Semesterticket wird solidarisch finanziert: Weil alle einzahlen, wird es günstiger. Der StuRa verhandelt es neu, aber wenn keiner sicher sagen kann, wie viele Studenten einzahlen, wird der Preis steigen – oder es entfällt! Die Alternative: [...] [Tickets bei der LVB kaufen].
Das alles wird passieren, wenn dieser Antrag Gesetz wird!”

Liebe Alma Mater,
hörst Du mich? Wie soll das werden. Wie sollen wir ordentlich studieren, wenn keiner mehr da ist, um uns bei Problemen zu unterstützen…? Ich weiß es nicht. Die Unsicherheit, die jetzt entsteht, macht mir große Sorgen.

Kannst Du verstehen, warum die Politiker das so entscheiden? Meinst Du, Sie wissen vielleicht nicht, was es hier für Probleme geben kann? Oder könnte es vielleicht sein, dass Sie sich für das Sprachrohr der Student_innen halten?

Was machen wir denn jetzt nur?

-Dein Leipzig72

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Postkartenaktion Sommer 2012

Liebe Angehörige der Hochschulen,
Liebe Alma Mater der Universität Leipzig,

wir müssen hier mal dringend etwas verändern!
Im letzten Jahr starteten wir eine Postkartenaktion – Auslöser war die drohende Schließung des Instituts für Politikwissenschaft. Jetzt geht es (leider) weiter. Die Meisten sind drauf und dran, in die Ferien zu fahren. Und was erwartet Euch nach der Rückkehr??

-> zum Beispiel eine UniBibliothek, die nicht mehr wie gewohnt zu jeder Zeit die Pforte      öffnet
-> oder der Verlust wichtiger Datenbanken, die für viele die Grundlage ihrer
wissenschaftlichen  Arbeiten darstellen

Nicht genug, dass man sich einen Arbeitsplatz in der hiesigen Albertina schon früh am Morgen erkämpfen muss. Die Alternative schlechthin hat nun ebenso kurze Öffnungszeiten. Das wird sich für viele Lernende sehr negativ auswirken. Wer jetzt denkt, in der Campus Bibliothek hätte nachts keiner gesessen, der ist schief gewickelt. 30 000 Studierende, die nur zu gern in der Bibo lernen und schreiben. Da sind 24h-Kapazitäten sehr gefragt. Die Leitung der UBL hatte das unlängst bestätigt. Selbst zwischen Weihnachten und Neujahr war die Campus Bibo gut besucht. Das dazu noch Datenbanken wegfallen, verschlechtert die Situation weiter. Die Bibliothek hat sich alle Mühe gegeben, so viel wie möglich zu erhalten. Die Naturwissenschaften verlieren jedoch ihr wertvolles Web of Science.

Erinnert man sich, was die Landesregierung letztes Jahr so umfassend von den Hochschulen forderte – mehr Qualität, mehr Spezialisierung, mehr von allem – dann kann man sich nur aufgebracht fragen:

Hallo? Geht’s noch?!!

-> von nichts kommt nichts

Die  Verantwortlichen der Landesregierung haben offensichtlich keine Ahnung, was ihr Handeln bewirkt. Sie sind völlig unfähig in Voraussicht zu denken. Die Aktion zur Bekämpfung des Lehrermangels spricht da ohnehin für sich. Erst kürzen und nun auf Gedeih und Verderb wiederbeleben…

Vor der Sommerpause wurde eine wichtige Ausschusssitzung abgesagt. Das bietet die Chance, Entscheidungen zu beeinflussen. Wir sind gefragt. Nutzen wir den Sommer und Herbst. Denn die Möglichkeit, zu lernen, wann und wie wir wollen und können, lassen wir uns nicht nehmen.

Liebe Leute,

wenn Ihr nun in den Ferien seid, egal wo und wie, dann wünschen wir Euch natürlich Entspannung und Abschalten. Seid bitte dennoch so lieb kurz innezuhalten, ein kleines Postkärtchen zu besorgen, mit den Adressen von Ministerin Schorlemer oder Minister Unland zu versehen und ein paar Zeilen zu schreiben, zB. was Ihr zum Studieren unbedingt braucht…

Ansonsten:
Tankt ordentlich Vitamin D und Energie und seid gewiss:

im neuen Semester gibt’s Remmidemmi !!!

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DIE UNIBIBLIOTHEK SCHLIESST!

[kuerzung.blogsport.de]

… bald früher!

Seit geraumer Zeit unterliegt die sächsische Bildung dem Spardiktat der Landesregierung. Spätestens jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem sich die die ersten Folgen der untragbaren Bildungskürzungen in drastischer Art zeigen:

Ab kommendem Wintersemester wird die Universitätsbibliothek Leipzig gezwungen sein, drastische Einschnitte im momentanen Betrieb vorzunehmen.
Dies beinhaltet unter Anderem eine Verkürzung der Öffnungszeiten der Campusbibliothek auf 8 – 19 Uhr unter der Woche, 8 – 14 Uhr am Samstag und eine komplette Schließung Sonntags.
Außerdem wird die Unibibliothek gezwungen sein, für die Forschung wichtige Datenbanken und Zeitschriften abzubestellen. Damit wären beispielsweise die Dokumente aus dem Web of Science nicht mehr verfügbar.

Vor dem Hintergrund der Kürzungspolitik hat die Unibibliothek leider keine andere Wahl, zumal auch das Rektorat nicht mehr Geld zur Verfügung stellen kann.

Ihr wollt das so nicht hinnehmen?
Wir auch nicht! Auch jetzt haben wir aber noch eine Chance, wenn wir gemeinsam mit unseren Dozierenden und gemeinsam mit der Bibliothek unseren Protest an die Landesregierung richten. Wir treffen uns dazu am Dienstag, den 24. Juli um 13 Uhr am Campus Augustusplatz im Innenhof und überlegen gemeinsam, was wir tun können, damit uns unsere Unibibliothek nicht so einfach unter der Nase weggekürzt wird!

Kommt zahlreich und lasst eure Bibliothek nicht hängen!

Die geplanten Aktionen werden dann künftig [auch] hier veröffentlich, sodass ihr jederzeit daran teilnehmen könnt!

Für weitere Infos findet ihr unter folgenden Links die entsprechenden Pressemitteilungen des StuRa:
* http://www.stura.uni-leipzig.de/news-einzel/datum/2012/07/20/campusbibliothek-verkuerzt-oeffnungszeiten/
* http://www.stura.uni-leipzig.de/news-einzel/datum/2012/07/23/protestplenum-gegen-ub-kuerzungen/

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Schnell, schnell Lehrer aus dem Nichts – “Bildungscampus” in Sachsen

Ihr lieben Student_innen,

kaum jemand hat mitbekommen, dass Freitag um 12Uhr  eine Pressekonferenz von ‘Wissenschaftsministerin’ Schorlemer und Rektorin Schücking im hiesigen Rekorat der Universität Leipzig angesetzt war. Wir waren da. Nunja, viel zu erzählen gab es wohl ohnehin nicht. Dass Regierung und SMWK keine Ahnung zu haben scheinen, was sie mit   der Bildung anstellen sollen, das dürfte längst jedem klar sein.

Es folgt, was folgen musste. Erst kürzen und sich dann mit (Lehrer-) Mangel konfrontiert sehen. Statt die Misere vernünftig und mit gutem Plan in Angriff zu nehmen, werden die Unis dazu gezwungen, Hals über Kopf  Lehrer_innen zu “züchten” und herbeizuzaubern. Tja liebe Staatsregierung, schon schade, dass die Lehrer_innenausbildung nicht innerhalb eines Jahres zu machen ist, was?! Da muss man wohl auf “Seiteneinsteiger” aus …wie war das noch?… ” Wirtschaft, Industrie und Handel” hoffen. Auf die Frage, was “Seiteneinsteiger” sein sollen und wie das qualitativ und quantitativ aussehen soll, kam von der Ministerin nur, dass Markt und Zielgruppe untersucht werden müssen. Aha! Zum Glück war ein Herr Professor Hochsäss da um Auskunft zu geben:
- Fachkräfte aus Wirtschaft, Industrie und Handel
- Fachhochschulabsolventen
- Sozial- und Heilpädagogen (mit der Anmerkung, dass diese sich schon auf die Zusatzqualifikation zum Lehramt freuen)
- und Fachkräfte aus dem EU-Ausland (na zum Glück wurden da bundesweit vermeintlich schon Gesetzeslagen verbessert in Richtung weniger Bürokratie)
–> möglichst im Alter zwischen Mitte 30 bis Anfang 50

Was haben wir heute noch so gehört? Achja, wenn das mit dem Mietvertrag des frei gezogenen Gebäudes am Dittrichring (?) nichts wird, dann ziehen die lieben Studis eben in einen  Container auf der Jahnallee. Ob von den Bauarbeiten am Campus Augustusplatz noch ein paar übrig sind? Neben der Bruchbude an der Karl-Heine-Straße (“Auflagen bis 2015 erfüllt”… und wir haben Tomaten auf den Augen?) und den “Interimslösungen” kommt das doch spitze.

Und nun zu den fehlenden rechtlichen Dokumenten.
Ohne die Studien- und Prüfungsordnungen für die neuen Examensfächer, dürfte die Lehre gar nicht beginnen. Absolut unzulässig und kann zu weiteren Problemen für Neuimmatrikulierte führen. Dass eine Staatsministerin darauf hinwirkt, spricht für den längst offensichtlichen Mangel an Verantwortungsbewusstsein.
Da nützt es auch nichts, auf Übergangslösungen und Kurzfristigkeit zu verweisen. Der Vergleich mit dem Bolognia-Prozess, den Frau Schücking zog, war vielleicht nicht von schlechten Eltern…

Falls noch jemand nicht weiß, was mit “Bildungscampus” gemeint sein soll, hier mal chronologisch die in-etwa Aussagen der Ministerin dazu:

  • Interdisziplinarität, Forschung..
  • Bundesmittel abrufen
  • Verantwortung für ganzes Land liegt bei Uni Leipzig
  • wird repräsentativster Standort in Sachsen, deshalb Federführung erwartet
  • Mittel aufstocken
  • Zentrum für Lehrerbildung und Schule (ZLS)
  • alles mitbeschlossen im Bildungspaket
  • im Juli dann Kabinettsbeschluss
  • Rest wird im Doppelhaushalt im September beschlossen
  • Umsetzung an Hochschulen beginnt ab WiSe 2013/14
  • aber finanziell gesichert …
  • gibt dann sicherlich auch Verbund- und und Forschungsprojekte

    Herzlichen Glückwunsch zur Exzellenz in Dresden? Beglückwünschen brauch man dazu jedenfalls nicht die Politik. Das kam von ganz woanders.Wir wollen unsere Rechte!
    Hier der mdr-Beitrag zur Pressekonferenz, inklusive Kommentar von StuRa-Sprecherin Magdalena Protte und dem Ende des Aufruhrs. Der Kameramann war wohl zu verzückt von der Aktion und sprang erst etwas später auf ;p

    Eine Erklärung, welche Folgen die fehlenden Studiendokumente haben können, findet Ihr in der Pressemitteilung des StuRa der Uni Leipzig dazu.

    Allen Studierenden in Sachsen viel Glück und Kraft auf allen Wegen, es wird nötig sein.
    Und ein schönes Wochende.

  • Eure Wachsamen72Augen
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Die Transpis sollen hängen, die Ballons sollen fliegen

Am kommenden Donnerstag (26.4.) sollen die Transparente von der Mal-Aktion aufgehangen werden. Ab 12.30 Uhr werden die Fachschaftsräte der HTWK und der Universität ihre Solidaritätsbotschaften über die Stadt verteilt sichtbar machen.

Damit die Transpis aber nicht so alleine in der Luft hängen ist für die nächste Woche bereits eine weitere Aktion geplant. Am 3.5. lassen wir vom Augustusplatz und von der HTWK aus die Ballons steigen. Und zusammen mit den Ballons eure Wünsche für die zukünftige Bildungslandschaft Sachsen. Nachdem wir seit über einem halben Jahr versuchen die Landesregeirung auf dem direkten Weg über ihre verfehlte Bildungspolitik aufzuklären, ohne dass unsere Botschaft bei den Adressat_innen angekommen zu sein scheint, versuchen wir es auf einem neuen Weg.

Darum kommt vorbei am Donnerstag den 3.5., ab 13 Uhr und schreibt eure Wünsche auf Karten. Die Ballons erledigen den Rest.

Euer L72.

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Malen nach Studiengängen – Open Access

Liebe Studis und Interessierte,

eine jede und ein jeder sei herzlich eingeladen zu einer kunterbunten Mal-Orgie,
am Sonntag, den 15.April diesen Jahres, um 13Uhr.

Farbwelt: Innenhof des Campus Augustusplatz
Objekte: Stoff & co a.k.a. Transpis
Gastgeber: StuRä der Uni, HTWK und wir
VIP-Gäste: FSRä der Hochschulen

“Der Plan: Es gibt 32 verschiedene Transpis, eins für jeden FSR, wo
beispielsweise draufsteht: “Solidarität mit dem Studiengang xy!” oder
auch “Rettet Institut yz”. Die werden dann von einem anderen FSR
unterschrieben, sodass auf einem Transpi z.B. steht: ‘Solidarität mit
dem Institut für Pharmazie! – FSR Theaterwissenschaft’.”

Der Sinn: “… wie ihr vielleicht mitbekommen habt, hat sich die Aufregung über die
Kürzungen auch in den Semesterferien nicht gelegt. Eher im Gegenteil:
Alle paar Wochen entdeckt wieder eine Fakultät, dass das mit diesen
Stellenkürzungen ja wirklich ernst gemeint war und beginnt, Panik zu
schieben.
Darauf folgt dann meist eine Pressemitteilung nach der anderen und
uniintern wird gemauschelt und geklüngelt. Konsequenz des Ganzen ist
leider oft eine Attitüde a la: “Kürzt doch bei den anderen, aber bloß
nicht bei uns!”, ebenso, wie wir es von Beginn an befürchtet hatten.”

[Näheres entnehmen Sie bitte der Email des Referates für Hochschulpolitik des StuRa der Uni Leipzig vom 02.04.2012]

Es soll Getränke und Kekse geben, ein Grund mehr sich die Klamotten zu verfärben =).

Solidarisches Feeling für alle und umsonst,
Ihr L72-Team

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Do, 8.März, 12 Uhr, vor dem Ziegenledersaal

– — – — –
Liebe Protest-Willige,

in den letzten Wochen haben sich die Chancen wieder erhöht die Kürzungen zu Fall zu bekommen.
Durch die Proteste beim HGB Rundgang und bei der Etnohlogie sind auch noch mehr Menschen munter geworden.
Ich lade somit zum Leipziger Aktionstreffen gegen die Kürzungen ein.
Es wäre sehr schön wenn sich aus den Gruppen einige zusammenfinden würden.

–gezeichnet hat das der schöne Björn =) –

Liebe Grüße,
Ihr wisst schon wer

 

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